Weinanbauregionen

Pfalz

Südlich von Worms erstreckt sich die Pfalz gürtelförmig in 80 Kilometer Länge bis an die französische Grenze nördlich des Elsass und von den Hängen des Pfälzer Waldes bis in die Rheinebene. Die große Anzahl unterschiedlicher Erzeuger, Traubensorten, Bodenarten und Kleinklimate verbindet sich durch eine Vielzahl von Weintypen, die auf den über 300 Einzellagen gedeihen. Mit 23.554 Hektar Rebfläche ist die Pfalz, nach Rheinhessen, das zweitgrößte deutsche Anbaugebiet. Klimatisch eignet sich die Region hervorragend für den Weinbau. Es gibt trockene, nicht zu heiße Sommer und milde Winter. Mit jährlich rund 1.800 Sonnenstunden ist die Pfalz eines der wärmsten deutschen Anbaugebiete mit nahezu mediterranem Klima. Die Böden an der Haardt bestehen durchweg aus Mischungen von Sand, Lehm, Mergel und Ton. An der südlichen Straße gelten die Böden aufgrund ihres höheren Lehmgehalts als nährstoffreicher und damit als schwerer. Im Bereich Mittelhardt-Deutsche Weinstraße gibt es leichtere und bezüglich des Wassers durchlässigere Böden. An den Randhügelzonen dominieren Kalkböden. Weinbau wird in insgesamt 144 pfälzischen Ortschaften betrieben, überwiegend in Süd- und Vorderpfalz am Westrand der Ebene zwischen dem Rhein und dem Pfälzerwald. Ursprünglich war das Weinanbaugebiet dreigeteilt und gliederte sich von Süd nach Nord in Ober-, Mittel- und Unterhaardt. Im Jahre 1935 wurde die Deutsche Weinstraße als erste ihrer Art geschaffen. Sie führt von Bockenheim im Norden bis Schweigen-Rechtenbach an der französischen Grenze. Nach ihr sind seit 1969 auch die zwei pfälzischen Bereiche Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße und Südliche Weinstraße benannt, die in insgesamt 25 Großlagen mit 325 Einzellagen gegliedert sind. Der Bereich Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße beginnt im Norden an der Grenze zu Rheinhessen und erstreckt sich über das Zellertal, Grünstadt und Bad Dürkheim bis Neustadt an der Weinstraße. Hier herrschen eher leichtere und durchlässige lehmige Sand- bis sandige Lehmböden vor. Tiefgründige Böden aus Löss sind vorwiegend auf den Hügeln und in der Ebene verbreitet, wo sie mit Lehm und Ton durchsetzt sind.