Weingut Jülg

Spätburgunder Sonnenberg

22,90

30.53€/L, Preise inkl. 19% MwSt, zzgl. Versandkosten

Der Spätburgunder Sonnenberg vom Weingut Jülg aus der Pfalz besticht durch intensive Aromen von roten und auch dunklen Beerenfrüchten, wie Kirsche, Schwarze Johannisbeere, Brom- und Heidelbeere. Das Ganze kombiniert mit einer eleganten Würze sowie zarten Röstaromen. Getragen von einer salzigen, kühlen Mineralik, die das kalkige Terroir der Lage widerspiegelt. Kraft, dennoch viel Feinheit mit einer hohen Komplexität.

Auf Lager

Zusätzliche Informationen

Zusätzliche Informationen

Gewicht1.6 kg
Wein

Rotwein

Geschmack

Fruchtig, Mittel, Vegetativ, Würzig

Weingut

Weingut Jülg

Rebsorte

Spätburgunder

Land

Deutschland

Region

Pfalz

Jahrgang

2018

Alkoholgehalt

13

Restzucker

0.3

Säure

5.9

Trinkreife

2030

Verschlussart

Naturkork

Inhalt/Menge

0.75

Passt zu

Grill- Schmor- und Pilzgerichte, Käse, Schmorgerichte, Schwein

Vegan

Nein

Hersteller

Weingut Jülg, Hauptstraße 1, 76889 Schweigen-Rechtenbach

Hinweise

enthält Sulfite

Importeur

Raum & Wein, Friedberger Landstraße 86, 60316 Frankfurt

Über das Weingut

Weingut Jülg

Oskar Jülg gründete 1961 mit seiner Frau das Weingut in einem ehemaligen Forsthaus in der Gemeinde Schweigen. Dort an der südlichen Weinstraße im Anbaugebiet Pfalz warf der Quereinsteiger viele geltende Lehrmeinungen über Bord, um Weine in der Region zu produzieren, wie er sie sonst aus Frankreich kannte. Er setzte damals Rebstöcke aus dem Burgund, welche zwar kleinere, aber dafür geschmacksintensivere Trauben liefern. Diese Reben besitzen mittlerweile das richtige Alter, um die Grundlage für große Weine zu bilden. Nach seinem frühen Tod übernahm der gerade einmal 21 Jahre alte Sohn Werner den Betrieb und führte die Familientradition gemeinsam mit seiner Frau fort. Als gelernter Winzer entwickelte Werner den Stil des Guts weiter und begann nebenher mit viel Geduld und Liebe zum Handwerk eigene Sekte herzustellen. Sein ebenso weinbegeisterter Bruder Peter eröffnete mit seiner Frau  Lydia 1993 im nur wenige Kilometer entfernten elsässischen Seebach das Maison Jülg, in welchem er sich der Herstellung von Crémants und Sekten aus traditioneller Flaschengärung verschrieb.
Heutzutage wird das Weingut immer noch von Werner Jülg geführt, wobei die Verantwortung im Weinkeller inzwischen auf Sohn Johannes fällt. Dieser nutze als junger ambitionierter Weinmacher konsequent die Chancen, die sich seinem Vater nicht anboten. Er verließ den elterlichen Betrieb, lernte und arbeitete sieben Jahre lang auf deutschen Top-Weingütern und holte sich den letzten Schliff für seine Pinot-Noir-Passion schließlich im Burgund.
In Familienbesitz befinden sich 18 Hektar Rebfläche auf den Einzellagen Sonnenberg, Pfarrwingert, St. Paul und Wormberg, die zu 70% mit den weißen Sorten Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Muskateller, Gewürztraminer, Scheurebe und Sauvignon Blanc bepflanzt sind. Auf den restlichen 30% wachsen die Rotweinsorten Spätburgunder, St. Laurent, Schwarzriesling, Cabernet Sauvignon, Dornfelder und Portugieser. Durch entsprechende Maßnahmen wie Ausdünnen wird auf einen Maximalertrag von 65 hl/ha reduziert und die Weine werden sorten- und herkunftstypisch vinifiziert. Riesling und Spätburgunder durchlaufen zum Teil eine Spontangärung. Die Weißweine liegen lange auf der Feinhefe. Bestimmte Rotweine reifen im Barrique.
Was nun heute im Glas eingeschenkt wird ist die Essenz der Weitsicht Oskar und Werner Jülgs, die auf den Weinbau bezogen stets in Generationen dachten, als diese vor einem halben Jahrhundert französische Reben pflanzten. Heute profitiert davon Johannes Jülg und wenn er jetzt Pinot-Reben im Kammerberg setzt, werden sie das richtige Alter für herausragende Weine haben, wenn sein Sohn Oskar Jr. In 25 Jahren die Familientradition fortführen wird.

Über die Rebsorte

Spätburgunder

Pinot Noir, oder auch Spätburgunder, ist die dominierende Rotweintraube des Burgunds, die mittlerweile in Weinregionen auf der ganzen Welt verbreitet (und ausgiebig erforscht) ist. Der schwer fassbare Charme der Sorte hat sie in alle möglichen Weinanbaugebiete geführt.
 
Diese reichen von Westdeutschland (als Spätburgunder) und Norditalien bis nach Chile, Südafrika, Australien, Neuseeland und die USA. Kalifornien, Oregon und Neuseeland sind wohl die größten Zentren für die Rebsorte außerhalb ihres Heimatgebietes. Dennoch wird in all diesen Gebieten großartiger Pinot Noir hergestellt.
 
Die Essenz des Pinot Noir Weins ist sein Aroma von roten Beeren und Kirschen (frische rote Kirschen in leichteren Weinen und geschmorte schwarze Kirschen in gewichtigeren Beispielen). Viele der komplexeren Beispiele zeigen einen Hauch von Waldboden. Gut gekelterte Pinot Noirs, besonders aus wärmeren Jahrgängen, erinnern an Leder und Veilchen, manchmal auch an einen Syrah.
 
Es gibt zwei Theorien bezüglich des Pinot-Namens. Eine besagt, dass er entstanden ist, weil die Trauben die Form eines Pinienzapfens haben (Pinot auf Französisch).
 
Möglicherweise stammt er aber auch von einem Ortsnamen in Frankreich wie Pinos oder Pignols ab, von wo aus die Stecklinge gewonnen wurden. In Pignols in der Auvergne wird zum Beispiel seit dem Mittelalter Pinot angebaut.
 
Früher glaubte man, dass Pinot Noir, Pinot Blanc, Pinot Gris, Pinot Meunier, Pinot Précoce (Frühburgunder) und andere zu einer "Pinot-Familie" von verschiedenen Rebsorten gehören. Aber die DNA-Profilierung hat gezeigt, dass sie den gleichen genetischen Fingerabdruck haben. Daher sollten sie eigentlich als Mutationen oder Klone einer gemeinsamen Sorte betrachtet werden.
 
Der Beweis dafür kann im Weinberg erbracht werden; oft tragen Pinot-Reben Trauben mit Früchten unterschiedlicher Farbe oder sogar gestreifte Beeren. Außerdem gibt es über 40 Klone, die von der französischen Regierungsbehörde ENTRAV-INRA unter dem Namen Pinot Noir klassifiziert wurden.
 
Die klonale Vielfalt und die Neigung zur Mutation des Pinot hängt mit seinem Alter zusammen - man nimmt an, dass er seit 2.000 Jahren existiert. Pinot ist auch ein Vorfahre einer großen Anzahl von Rebsorten, die heute bekannt sind. Zusammen mit dem ehrwürdigen, aber weitgehend vergessenen Gouais Blanc ist er ein Elternteil von Rebsorten wie Gamay Noir, Aligoté und Pinot Noirs Weißwein-Gegenstück, Chardonnay.
 
Der Pinot Noir bleibt der Patriarch der Pinot-Rebsorten. Die Abkürzung "Pinot" wird im allgemeinen Sprachgebrauch meist als Pinot Noir verstanden.