Weinstein

Weinstein – keine Panik

Keine Panik! Wir klären auf. Was ist Weinstein?

Diese winzigen, kristallinen Ablagerungen gehören zum Wein wie die Kerne zu einer Frucht und sind völlig harmlos und natürlich. Sie entstehen im Wein, wenn Kalium und Weinsäure – beides natürliche Nebenprodukte der Trauben – sich zu einem Kristall verbinden.

Trotz ihrer Harmlosigkeit können diese ungewöhnlichen Ablagerungen für manche unerfahrene Weintrinker beunruhigend sein. Deshalb beantworten wir in diesem Beitrag die am häufigsten gestellten Fragen zu Weinstein im Wein.

WARUM BILDEN SICH WEINSTEINABLAGERUNGEN IM WEIN?

Weinstein ist ein normales Nebenprodukt des Weines, wenn er altert. Wenn der Wein jedoch Temperaturen unter 4 °C ausgesetzt wird, kann sich innerhalb einer Woche Weinstein bilden. Unter diesen kalten Bedingungen verbindet sich die Weinsäure auf natürliche Weise mit Kalium und ein Kristall entsteht.

WARUM BLEIBT DIE WEINSÄURE IM WEIN?

Jeder Wein enthält organisch vorkommende Säuren, allen voran die Apfel- und Weinsäure. Apfelsäure – „malum“ ist lat. „Apfel“ – kann durch bakterielle Gärung fast vollständig in die schwächere Säure, die Milchsäure –“lact“ lat. „Milch“, umgewandelt werden. Die Weinsäure ist also die primäre Säure, die wir in allen Weinen schmecken und die für das Mundgefühl und die Ausgewogenheit eines Weines unerlässlich ist.

BEEINTRÄCHTIGT WEINSTEIN DIE QUALITÄT DES WEINES?

Nein. Winzer, Sommeliers und Wissenschaftler betrachten das Vorhandensein von Weinsteinkristallen als Qualitätsmerkmal. Dieses weißt darauf hin, dass der Wein nicht übermäßig behandelt wurde. Weinkristalle verursachen keine Veränderung im Geschmack.

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